Bäume in der Selterser Kirchstraße müssen weichen


Kein Durchkommen für Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl. Nur eine Fußlänge Platz macht das Passieren unmöglich.

Sechs von sieben Kastanien und Linden in der Selterser Kirchstraße werden in den kommenden Tagen gefällt. Gründe dafür gibt es einige. Zwei neue Bäume werden wieder gepflanzt.

Barrierefreit soll auch auf dem Außengelände geschaffen werden

Als wichtigsten Grund nennt Stadtbürgermeister Rolf Jung das Schaffen von Barrierefreiheit. Die Bäume und ihre Einfassungen verengen die Gehwege derart, dass ein Durchkommen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen gefahrlos nicht möglich ist. Die Stadt Selters hat in dem kommunalen Gebäude in der Kirchstraße Aufzüge eingebaut und es wurde sogar ein Wanddurchbruch zur Evangelischen Kirche geschaffen, damit Menschen mit Gehbehinderung alle Räume und die Kirche barrierefrei erreichen können. "Da ist es nun folgerichtig, wenn wir den Weg dorthin auch barrierefrei gestalten", sagt Stadtbürgermeister Rolf Jung. "Wir können nicht aufwändig Aufzüge anbringen und dann erwarten, dass Menschen mit Rollstuhl auf die Fahrbahn der Straße ausweichen müssen." Jung erklärt, dass einige Bäume laut Gutachten vor vielen Jahren unsachgemäß beschnitten worden wären und eine der Kastanien vor der Kirche ohnehin wegen Fäulnis gefällt werden müsse, die andere bereits stark angeschlagen sei.

Zwei neue Bäume sollen wieder rechts und links neben den Eingang der Kirche gepflanzt werden, aber deutlich zurückgesetzter, damit Platz am Gehweg bleibt. Dabei handelt es sich um Kugelahorn, der bereits rund um den Markplatz das Stadtbild prägt. Die neuen Bäume werden am Boden mit einer so genannten Baumscheibe abgedeckt. Das ist eine Metallplatte, die durch feine Spalten Wasser durchlässt aber begehbar bleibt. Der Baum an der Ecke zur Saynstraße bleibt stehen.

Für die Fällarbeiten muss die Straße teilweise gesperrt werden. Das geschieht vormittags am Freitag, 16. Februar.

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