Selters feierte den Sanierungserfolg

Ausstellung und Begehung für die Öffentlichkeit


Stadtbürgermeister Rolf Jung, Sanierungsberater Michael Jahn und Leon Wolters präsentierten die sanierten Räume

Die Stadt Selters öffnete die Türen der frisch sanierten Gebäude in der Kirchstraße 10a und b. Am Tag der Städtebauförderung präsentierten Stadtbürgermeister Rolf Jung, Sanierungsberater Michael Jahn und Leon Wolters das Umbauergebnis.

Viele der Gästen waren hier noch zur Schule gegangen. Bis unter den Dachboden wurde hier bis ins Jahre 1958 unterrichtet. Wie sich das Gebäude verändert hat, zeigte eindrücklich eine Ausstellung. Heute sind die Räume rechts und links der Evangelischen Kirche hell, freundlich und barrierefrei erreichbar. Dies sei ihm besonders wichtig, sagte Stadtbürgermeister Rolf Jung: "Jeder Mensch muss hier reinkommen können". Diese Barrierefreiheit habe alleine rund 200.000 Euro gekostet, erklärte Jung, "aber das sollte es uns wert sein". Weiter sei viel Geld in den Wärme- und Brandschutz geflossen. Besonders beeindruckt zeigte sich Rolf Jung über die gelungene Ausstattung der Jugendräume, die ihresgleichen suchen müssten. Leon Wolters lud zur Besichtigung der rege genutzten Jugendräume und Pfarrer Christian Elias in die Kirche ein. Diese ist nämlich nun durch eine neu geschaffene Tür mit dem Seitenflügel verbunden. So können auch geheingeschränkte Gottesdienstbesucher, die Aufzüge nutzen und barrierefrei in die Kirche gelangen. Rolf Jung wies daraufhin, dass man sich vor 175 Jahren mit der Kirchengemeinde zusammengetan habe, um gemeinsam eine Kirche und eine Schule zu bauen und nun in dieser Tradition eine Verbindung - im wahrsten Sinne des Wortes - schaffen wollte.

Die offizielle Eröffnung erfolgt, wenn auch die Außenanlagen fertig sind, damit soll in diesem Monat begonnen werden. An diesem Tag ging es viel mehr darum, den Erfolg der Sanierung sichtbar zu machen. Rund 2/3 der Kosten kommen vom Bund und dem Land Rheinland-Pfalz. Der Sanierungsberater der Stadt Michael Jahn von der MAP Consult GmbH/Oppenheim machte deutlich, dass dieses Sanierungsprogramm zwar in diesem Jahr auslaufen würde, Stadtentwicklung aber damit nicht abgeschlossen sei. Er erklärte, dass die Förderung der Stadt Selters wegen ihrer zentralen Bedeutung bereits ausnahmsweise groß gewesen sei und ein neu angepasstes Förderprogramm bereits vorbereitet würde.