In Selters entsteht ein Seniorenzentrum

Baumaßnahme startet im Frühjahr 2017

Im geplanten Seniorenzentrum St. Franzikus in Selters werden künftig 85 Plätze zur stationären Pflege in Kurz- und Vollzeit sowie 13 seniorengerechte Wohnungen für Menschen der Region zur Verfügung stehen. Hinzu kommen 12 Plätze in der Tagespflege. Das Gebäude wird seinen Platz auf dem Eckgrundstück Godderter Landstraße/Nordstraße finden. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2017 geplant, die Fertigstellung 2018. Zur Vertragsunterzeichnung zwischen Bauherr und Betreiber des Seniorenzentrums traf man sich im Stadthaus Selters.


Das neue Seniorenzentrum im Entwurf. Blick auf den Eingangsbereich mit vorgezogenem Bereich für die Tagespflege. Große Glasflächen ermöglichen offene Gemeinschaftsräume.

"Ich bin froh, dass unser kleines Städtchen auch darin wie eine richtige Stadt aufgestellt ist", sagte Stadtbürgermeister Rolf Jung. "Selters richtet sich mit dem Seniorenzentrum für die Zukunft aus, erhöht seine Attraktivität, wird Arbeitsplätze gewinnen und ermöglicht vor allem, vielen Menschen auch im Alter in der Heimat bleiben zu können", erklärte Jung.

Betrieben wird die Einrichtung von der Katharina Kasper ViaSolus GmbH. Geschäftsführerin Elisabeth Disteldorf ist eine regionale, vernetzte und komplette Versorgungskette vom seniorengerechten Wohnen bis zur stationären Pflege wichtig. "Ältere Menschen können dank der Tagespflege länger Zuhause bleiben", sagte Disteldorf, "und der Wechsel von einer Service-Wohnung in eine Pflegeapartment fällt den Menschen in gewohnter Umgebung viel leichter". Die Dernbacher Gruppe Katharina Kasper blickt auf eine 165-jährige Geschichte zurück, betreibt 16 Einrichtungen in der Seniorenhilfe und beschäftigt über 6.000 Mitarbeiter.

Bauherr und Investor ist die bundesweit auf Pflegeimmobilien spezialisierte WI-IMMOGroup aus Hildesheim. 14 Mio. Euro werden in den Bau investiert. Die entstehenden Pflegeapartments und Service-Wohnungen können von privaten Anlegern - analog einer Eigentumswohnung - mit Grundbucheintrag erworben werden. Die Miete erhält dann der Besitzer und auch ein Vorbelegungsrecht bei Eigenbedarf für sich und für nahe Verwandte. "In der Regel sind unsere Immobilien bereits im Rohbau zu 100 Prozent wieder verkauft", erklärte Geschäftsführer Frank Winkel bei der Vertragsunterzeichnung. Ein Apartment wird zwischen 130.000 und 150.000 Euro kosten.


Stadtbürgermeister Rolf Jung (links) bei der Unterzeichnung des Vertrages zwischen Investor Frank Winkel von der WI-IMMOGroup und Geschäftsführerin Elisabeth Disteldorf von der Katharina Kasper ViaSalus GmbH.

Bei der Gestaltung des Hauses wurde auf die Bedürfnisse älterer Menschen geachtet. Architekt Carsten Herges vom Architekturbüro haid erklärte, dass alle Zimmer hell und freundlich gestalten und die Gemeinschafträume so konzipiert seien, dass die Bewohner viel vom Leben in der Umgebung mitbekommen könnten. Für Menschen mit Demenz wird es spezielle Wohnbereiche geben und einen ebenen Garten mit einfachen Orientierungsmöglichkeiten. Der Zugang zum Gebäude erfolgt vom Parklatz in der Nordstraße. Dazu wird eine Brücke über den Bruchfloß errichtet. Der Kindergarten "Sonnenschein" kann sich auf neue Nachbarn freuen.

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