Die Geschichten zu den weltmeisterlichen Bildern

Unterwasserfotografie beeindruckte Publikum


von links: Gitarrist Christian Bohr, Karl Wilbois vom Forum Selters und Unterwasserfotograf Peter Borsch.

Peter Borsch nahm das Publikum mit auf eine Zeitreise durch seine fotografische Entwicklung. Der amtierende Weltmeister der Unterwasserfotografie erzählte seine beeindruckende Geschichte bei einem Vortragsabend im Forum Selters.

Christian Bohr eröffnete den Abend auf der Gitarre mit dem eigens für die Veranstaltung komponierten Lied „Underwater Take Two“ und stimmte so die Gäste im vollbesetzten Studio des Stadthausens auf das Thema ein. Er begleitet den gesamten Abend musikalisch und sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Der leidenschaftliche Sporttaucher Peter Borsch entdeckte die Unterwasserfotografie eher zufällig. Mit 35 Jahren begann er mit dem Tauchen – ein Urlaub in Kroatien war der Auslöser. Dort nahm ihn ein polnischer Bootsbesitzer mit auf eine Tour und stellte ihm die nötige Ausrüstung zur Verfügung. Begeistert von der neuen Welt unter Wasser, ließ ihn das Tauchen nicht mehr los. Seinen Tauchschein machte er später in Ägypten.

Heute ist die Fotografie unter Wasser für Borsch mehr als nur ein Hobby. Seine Ehefrau unterstützt ihn dabei und steht ihm oft als Model zur Verfügung. In seinem Vortrag betonte er die Bedeutung eines tiefen Verständnisses für die Unterwasserwelt – denn dort gibt es nicht nur faszinierende Motive, sondern auch gefährliche und giftige Tiere.

Besonders eindrücklich war seine Aussage: „Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera.“ Trotz seines Erfolges treibt ihn die Suche nach dem perfekten Foto weiterhin an. „Ich kann es mir nicht leisten, ohne Kamera tauchen zu gehen“, erklärte er mit einem Schmunzeln. Und auch der Wettbewerb spielte für ihn eine große Rolle: „Ohne Wettbewerb keine Entwicklung“.

Mit faszinierenden Bildern und spannenden Einblicken begeisterte Peter Borsch das Publikum und machte deutlich, dass die Unterwasserfotografie für ihn eine lebenslange Leidenschaft sein wird.

Foto: Mikele Voss