Selterser Quartiersprojekt wird fortgeführt
Deutsche Fernsehlotterie fördert „Quartier für alle“ mit 126.000 Euro
126.000 Euro Fördergeld für das „Quartier für alle“. (v.l.) Cordula Simmons von der Else Schütz Stiftung, Bürgermeister Oliver Götsch, Quartiersmanagerin Angela Schmitz-Buchholz, Peter Kiel von der EVIM GmbH Altenhilfe, Quartiersmanager Michael Voss, Stadtbürgermeister Rolf Jung und Stephan Masch als Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie.
Die erfolgreiche Quartiersarbeit in Selters kann fortgeführt werden. Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt das Projekt „Quartier für alle“ mit einer Förderung in Höhe von 126.000 Euro. Die Mittel gehen an die EVIM GmbH Altenhilfe, die das Projekt im Auftrag der Stadt Selters umsetzt. Damit sind die Personal- und Sachkosten des Quartiersmanagements bis Ende 2027 gesichert.
Bei der Übergabe des Fördergeldes würdigte Stephan Masch, Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie, das Engagement der Beteiligten: „Mit Ihrer Arbeit gegen Vereinsamung sind Sie anderen Kommunen bereits weit voraus. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie aus einer Idee echte Begegnung und gelebte Gemeinschaft entstanden sind. Ein solches Engagement unterstützen wir sehr gerne.“
Bis zu 25 Veranstaltungen im Monat
Die beiden Quartiersmanager Angela Schmitz-Buchholz und Michael Voss setzen sich dafür ein, Menschen aktiv in das Gemeindeleben einzubinden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dabei haben sie sowohl ältere Menschen als auch Bürgerinnen und Bürger mit internationalen Wurzeln im Blick. Der Erfolg gibt dem Konzept recht: Bis zu 25 Veranstaltungen im Monat bringen Menschen zusammen bei Seniorentreffs, gemeinsamem Kochen, Digitalkursen, Bewegungsangeboten, Rollatorkursen, einer Kreativwerkstatt und Bildervorträgen. Neu hinzugekommen sind ein Repair-Café mit Nähangeboten, ein Skat-Treff und eine Tanz-Bar. Künftig sollen noch mehr Ehrenamtliche qualifiziert und eingebunden werden, die Grundlagen für einen Seniorenbeirat sowie Formen migrantischer Selbstorganisation geschaffen werden.
Netzwerk ist beispielhaft
Überzeugt hat die Deutsche Fernsehlotterie nicht nur das vielfältige Angebot, sondern auch die enge Zusammenarbeit der Akteure vor Ort. Im „Treff am Markt“ kommen Verwaltung, Bürgermeister, Ratsmitglieder und Sozialverbände zusammen und gestalten die Quartiersarbeit gemeinsam.
„Wir sind sehr dankbar“, sagte Stadtbürgermeister Rolf Jung“, dass hier eine Menge gute Geister am Werk sind und diese sich zu einem tragfähigen Netzwerk verbunden haben. Dankbar sind wir auch der Else Schütz Stiftung und der Deutsche Fernsehlotterie für ihre finanzielle Unterstützung“. Auch Verbandsbürgermeister Oliver Götsch würdigte die Arbeit des Projektes: „Mit dem „Treff am Markt“ ist es gelungen, auch älteren Menschen Teilhabe zu ermöglichen und das gebündelt und mitten im Ort.“
Teilhabe älterer Menschen ist unerlässlich
Peter Kiel von der EVIM GmbH Altenhilfe unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung der Quartiersarbeit: „Die Einbindung älterer Menschen wird angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger. Pflegeeinrichtungen allein werden die Herausforderungen der kommenden Jahre nicht bewältigen können. Deshalb müssen wir Strukturen aufbauen, in denen Menschen länger zuhause betreut werden können und in denen man gegenseitig aufeinander achtet“.
Gewinnen und Helfen
Die Deutsche Fernsehlotterie ist Deutschlands traditionsreichste Soziallotterie. In den vergangenen 70 Jahren wurden 11.500 soziale Vorhaben mit mehr als 2,2 Milliarden Euro unterstützt. Alleine im Jahre 2025 konnten sich 755.000 Personen über einen Gesamtgewinn von mehr als 45 Millionen Euro freuen. 90 von ihnen gewannen mehr als 100.000 Euro, und es gab 11 Millionengewinner.
Die Quartiersarbeit in Selters wurde schon in den ersten drei Jahren von der Deutschen Fernsehlotterie unterstützt, wobei die Else-Schütz-Stiftung 20 Prozent der Förderung übernommen und den Umbau zum heutigen „Treff am Markt“ ermöglichte hatte. Diese Konstellation wird nun für zwei weitere Jahre bis Ende 2027 fortgeführt. Eine weitere Förderung durch die Fernsehlotterie ist danach nicht mehr möglich. „Wir beschäftigen uns bereits intensiv mit der Frage, wie wir die erfolgreiche Arbeit auch über das Jahr 2027 hinaus sichern können“, erklärte Stadtbürgermeister Rolf Jung.
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