Reges Interesse für Defibrillatoren in Selters

Bürger testeten Geräte und übten Wiederbelebung


Im Notfall Leben retten muss geübt sein. Teilnehmer an Einführungsveranstalter lernten den Umgang mit öffentlichen Defibrillatoren in Selters

Dass ein Defibrillator kein Hexenwerk ist, wurde den Teilnehmern der vier Einweisungsveranstaltungen in Selters sehr bald klar. Der DRK-Ortsverein und die Stadt Selters erlebten großes Interesse an den Geräten.

Plaktmotiv ruft zur Information auf

Mit einer groß angelegten Informationskampagne und dem Slogan: „Jetzt informieren, später Leben retten“ machte die Stadt Selters auf acht öffentlich zugängliche Defibrillatoren (AED = Automatisierter externer Defibrillator) aufmerksam. Flyer mit Karten informierten alle Haushalte über die Standorte, der einfache Handhabung der Geräte und luden zu Einweisungsveranstaltungen ein.

In der Festhalle nahmen jeweils 20 Personen an einem Kurs teil. Kerstin Müller-Klein, Ausbilderin beim DRK Kreisverband Westerwald, und Notfallsanitäter Carsten Steindorf demonstrierten an einer Übungspuppe den richtigen Einsatz des Gerätes. Steindorf meinte: „Man kann eigentlich nichts falsch machen, außer man tut nichts.“ Im Notfall teilt der AED mit ruhiger Stimme jeden Schritt für Schritt mit.

Der Oberkörper des Patienten wird ganz entkleidet, die Elektroden glatt auf die Haut geklebt. Bei starker Brustbehaarung des Patienten hilft ein beigelegter Einwegrasierer. Bei Kindern muss lediglich der Knopf für den Kindermodus gedrückt werden. Das Gerät prüft selbstständig den Herzrhythmus und entscheidet, ob eine Schockabgabe notwendig ist, daher ist eine Fehldiagnose ausgeschlossen. Innerhalb von drei Minuten sollte ein Defibrillator erreicht werden, dementsprechend plante die Stadt die Standorte.

Geliefert wurden die in den USA hergestellten Geräte von Firma Stuhlfauth Medizintechnik. Der Geschäftsführer Alexander Ghabour lobte die Stadt Selters als Vorzeigeprojekt im Hinblick auf die Anbringung der Defibrillatoren. „Eine so gut geplante und durchgeführte Aktion mit intensiver Aufklärung finde man sonst nirgends, meinte Ghabour.

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